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Liebe Leserinnen und Leser,

wenn ich an die Provence denke, dann sind sofort Farben, Gerüche und Erinnerungen präsent: das milchige Licht am Abend, der Duft von Lavendel und Rosmarin und der Geschmack der wunderbaren, aromatischen Speisen in ihrer ganzen Vielfalt. Die provenzalische Küche hat seit vielen Jahren einen festen Platz in meinem Leben, und ich liebe es, Familie und Freunde mit den unterschiedlichsten Rezepten zu verwöhnen. Natürlich floss meine Leidenschaft hierfür auch in meine provenzalischen Krimis ein, und vielleicht kann ich jetzt auch Sie dazu animieren, das eine oder andere Gericht daraus nachzukochen.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen – régalez-vous!

Ihre Sophie Bonnet

Rezepte zu "Provenzalische Intrige"

Beim dritten Fall von Pierre Durand ist es gerade Frühling geworden. Das Luberon-Tal ist in ein rosaweißes Blütenmeer getaucht, Felder und Wiesen schimmern magenta, gelb und rot. Es ist Erntezeit für Kirschblüten, Pfingstrose und Jasmin, in den Destillerien herrscht Hochbetrieb.

Auch Charlotte ist fasziniert von der Pracht der Blüten und experimentiert mit deren Verwendung beim Essen. Wie hevorragend selbst hergestellte Blütensirups zu einem cremigen Dessert passen, können Sie leicht ausprobieren.

Und weil Pierre sich in seinem dritten Fall an die Küste Südfrankreichs begibt, spielt in den Rezepten Fisch eine entscheidende Rolle.

→ Pissaladière
→ Bouillabaisse
→ Bavarois aux fleurs de cerises

Rezepte zu "Provenzalische Geheimnisse"

Im zweiten Fall von Pierre Durand wird es herbstlich. Es ist ein warmer, goldener Oktober. In den Bergen um Sainte-Valérie hat die Weinlese ihren Höhepunkt, die Bauern fahren das Korn ein und das Café le Fournil backt Olivenbrot aus frisch geernteten Früchten.

Im Herbst darf das Essen gerne ein wenig deftiger und aromatischer sein. Köchin Charlotte verwendet nun typische Zutaten wie Wild, Pilze, Maronen, Kürbis und Feigen. Einige der im Buch erwähnten Gerichte gibt es auch dieses Mal wieder zum Nachkochen. Und damit Sie das ganze Jahr über daran Freude haben, enthalten die Rezepte saisonale Produktideen. Sie dürfen also nach Herzenslust variieren.

→ 
Tian de courge
→ 
Civet de sanglier
→ 
Tarte aux pignons

Rezepte zu "Provenzalische Verwicklungen"

Coq au Vin à la Provençale

 

Dieses Rezept hing am Weintank, in den man Antoine Perrot stieß. Pech für den Dorfcasanova, denn es diente dazu, den Mord an ihm als kulinarisches Gesamtkunstwerk darzustellen.

Ursprünglich stammt es aus dem Burgund. Dabei muss das Fleisch 48 Stunden in Wein zusammen mit Suppengemüse und einem bouquet garni marinieren. Aber Köchin Charlotte mag es gar nicht, wenn der Hahn allzu lange im Wein liegt. Sie hat das Rezept für ihre provenzalische Küche abgewandelt und verfeinert. Zur Anleitung

 

 

Weitere Rezepte aus diesem Buch:

→ Lapin farci
→ Tarte aux truffes
→ Tarte de quetsches aux noix

Weitere Rezepte

Pan Bagnat

 

Das Pan bagnat (auch: Pain bagnat, gebadetes Brot) ist rasch zubereitet und passt wunderbar zu einem Picknick im Garten oder auf der Wiese. Für die Zubereitung braucht man ca. 20 Minuten, nur sollte man es vor dem Verzehr etwas ziehen lassen, damit das Sandwich auch gut durchtränkt ist.

 

Zutaten für 4 Personen:

 

Füllung

4 große Brötchen mit knuspriger Krustetl_files/Sophie-Bonnet/News/Pan Bagnat.JPG

4 Eier

4 reife Tomaten

1 gelbe Paprikaschote

2 Frühlingszwiebeln (nur der weiße Teil)

12 schwarze Oliven

1 Dose Thunfisch

1 Knoblauchzehe

etwas Olivenöl

 

Vinaigrette

8 EL Olivenöl

3 EL Rotweinessig

2 Sardellenfilets in Öl

ein paar Blätter Basilikum

Salz, Pfeffer

 

Man kann die Zutaten nach Belieben variieren. Ich mag das Pan bagnat beispielweise gerne mit Radieschen. In der Provence werden oft große weiße Bohnen und Artischockenherzen hinzugefügt.

 

  1. Die Eier 8 Minuten kochen, kalt abschrecken und pellen. In Scheiben schneiden.
  2. Tomaten, Paprika und Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden, Oliven halbieren.
  3. Das Brötchen halbieren. Die untere Hälfte mit dem aufgeschnittenen Knoblauch einreiben und mit etwas Öl bestreichen.
  4. Für die Vinaigrette die Sardellenfilets abtropfen lassen und klein schneiden. Öl, und Essig mit die Filets mit einem Mixer vermischen, Basilikum klein hacken und hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Das Brötchen mit den vorbereiteten Zutaten und dem Thunfisch füllen. Vinaigrette hinübergeben.
  6. Etwas ziehen lassen – und genießen!

Calissons

In der Provence ist es Tradition, zu Weihnachten 13 Desserts zu servieren, die Jesus und seine zwölf Apostel symbolisieren sollen. Hierzu gehören neben getrockneten Feigen, Nüssen und Nougat auch die Calissons aus Aix-en-Provence. Es heißt, das Rezept stamme vom Koch des Herzogs von Anjou. Er habe dessen Braut mit dem Konfekt ein Lächeln auf die Lippen zaubern wollen.

 

tl_files/Sophie-Bonnet/News/Calissons.jpg150 g gemahlene Mandeln

150 g kandierte Melonen

40 g kandierte Orangen

10 g kandierte Zitronen

1 Tl Orangenblütenwasser

etwas Bittermandelaroma

Backoblaten (große Scheiben)

100 g Puderzucker

1 Eiweiß

1 Spritzer Zitrone

 

Die kandierten Früchte klein schneiden und mit den gemahlenen Mandeln, dem Orangenblütenwasser und einigen Tropfen Bittermandelaroma in den Mixer geben. Solange bearbeiten, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Diesen auf Backpapier ausrollen und mit einer Oblate bedecken. Konfektstücke mit dem Messer in Weberschiffchenform zuschneiden oder mit einem Calissons-Förmchen ausstechen.

Eiweiß mit dem Schneebesen steif schlagen und mit Puderzucker und Zitronensaft vermengen. Die Oberfläche der Calissons damit bestreichen und trocknen lassen.

 

 

Lavendeleis

Es ist Sommer, die Temperaturen steigen. Zeit für ein Eis. Und natürlich gibt es auch hier eine provenzalische Variante, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte: Lavendeleis mit Karamell - einfach köstlich!

 

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Zutaten für die Karamellsauce

100 g Zucker

etwas Wasser

50 g Butter

100 ml Sahne

 

Zutaten für das Eis (ca.10 Kugeln)

1 Vanilleschote

getrocknete Lavendelblüten aus 5 Zweigen

250 ml Vollmilch

500 g Sahne

2 Eier

150 g Zucker

 

Zubereitung

 

Zuerst die Karamellsauce zubereiten, damit sie abkühlen kann. 

Den Zucker mit etwas Wasser benetzen und in einem Topf bei mittlerer Hitze zergehen lassen. Immer wieder rühren, damit der er gleichmäßig bräunt. Wenn der Zucker hellbraun ist, den Topf vom Herd nehmen, Butter hinzugeben und mit dem Schneebesen verrühren. (Achtung, heiße Tropfen verursachen Brandblasen!) Nun die Sahne hinein geben und auf kleiner Flamme weiter rühren, bis die Flüssigkeit eindickt. Die fertige Karamellsauce in einen Behälter füllen und abkühlen lassen.

 

Jetzt kommt die eigentliche Eismischung

Etwas (ca. 1 Tasse) Milch und Sahne mit dem ausgeschabten Mark der Vanilleschote in einem kleinen Topf erwärmen. Getrocknete Lavendelblüten hinzugeben. Kurz aufkochen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Eier mit einem Schneebesen in der Rührschüssel schlagen, bis sie schaumig sind. Zucker dazugeben und weiter schlagen. Den abgekühlten Lavendelblüten/Vanillesud durch ein Sieb in die Schüssel drücken, dann mit der restlichen Milch, Sahne und der Ei-Zuckermasse verschlagen.

Die fertige Mischung in die Eismaschine geben und nach Anleitung verarbeiten lassen. Wer keine Eismaschine besitzt, kann die Masse auch in die Gefriertruhe geben, alle 20 Minuten herausnehmen und mit dem Rührbesen aufschlagen, bis eine cremige Masse entsteht.

 

Das fertige Eis mit der Karamellsauce beträufeln und servieren. Délicieux!

Eingelegter Ziegenkäse

Dieses Rezept ist schnell gemacht und ist immer ein Hingucker. Köstlich auf Baguette oder Schwarzbrot.

 

tl_files/Sophie-Bonnet/News/Eingelegter Ziegenkaese.JPGEine Rolle (200 g) französischen Ziegenweichkäse in Scheiben schneiden.

 

Den Käse abwechselnd mit Kräutern (je 2 Stängel Rosmarin, Thymian, Lavendel), 1 Esslöffel Pfefferkörnern und 3 ganzen Knoblauchzehen in ein Einmachglas schichten.

 

Mit Olivenöl bedecken.

 

Über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag mit gewürfelten Aprikosen verziert genießen!

Provenzalische Osterkringel

Rezept für 10 Brassadeaux de Pâques 

tl_files/Sophie-Bonnet/News/Brassadeaux.JPGZutaten

500 g Mehl + zusätzliches zum Ausrollen

1 Päckchen Streuhefe

130 Gramm Zucker

3 Eier

50 g weiche Butter

1 Tl Zesten aus einer Bio-Zitrone

1 El Zesten aus einer Bio-Orange

100 ml Orangenblütenwasser (Fleur d’Oranger)

80 ml Milch

1 Prise Salz

Nach Bedarf Zuckerguss oder Schokoladenkuvertüre

 

Zucker, Eier, Butter, Zitronen- und Orangenzesten, Fleur d’Oranger, Milch und eine Prise Salz verrühren. Gesiebtes Mehl und Streuhefe hinzugeben und kräftig verkneten. Wenn der Teig zu trocken ist, noch etwas Milch hinzugeben. Zu einer Kugel formen, in eine Schüssel geben. Mit einem Tuch abdecken und 2-3 Stunden ruhen lassen.

Handballengroße Teigstücke abtrennen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche rollen und zu Ringen formen. Fertige Ringe in kochendes Wasser geben, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Herausheben und auf einem Leinentuch ca. zwei Stunden trockenen lassen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech 15 Minuten ausbacken.

Nach Wunsch noch warm in Zuckerguss oder Schokoladenkuvertüre tunken.

Brassadeaux schmecken am besten in Scheiben geschnitten und mit Aprikosen- oder Feigenmarmelade bestrichen.

Weihnachtliche Macarons

 

Macarons gehören zwar nicht zu den 13 traditionellen provenzalischen Weihnachtsdesserts, sind aber mit dieser aromatischen Füllung absolut festtagstauglich.

 

50 g sehr fein gemahlene Mandeln 
100 g Puderzucker  
1 Eiweiß (das Ei sollte Größe L haben)
rote Lebensmittelfarbe 
50 g dunkle Schokolade 
20 ml Sahne 
40 g Krokant 
etwas Lebkuchengewürz

tl_files/Sophie-Bonnet/Rezepte/Macarons klein.JPGDie gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker durch ein feines Sieb streichen. Eiweiß schaumig schlagen und die Lebensmittelfarbe hinzufügen. Nun die Mandel-Puderzuckermischung portionsweise untermischen. 
Den Teig mit einem Spritzbeutel in kleinen Tupfen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Kurz ruhen lassen, dann bei 150°C Ober-Unterhitze 15 Minuten backen. Abkühlen lassen. 
Für die Füllung die Schokolade im Wasserbad schmelzen, mit der Sahne verrühren und den Krokant untermischen. Mit Lebkuchengewürz abschmecken. Die Macarons-Hälften mit der Masse bestreichen und vorsichtig aufeinanderdrücken.